Anforderungen für die Zulassung zur PMP Prüfung

Die PMP® Zertifizierung unterliegt gewissen Voraussetzungen. Das PMI® hat für die Zulassung zur Prüfung 2 Kategorien von Testkandidaten definiert. Diese unterscheiden sich hinsichtlich Bildungsgrad und Erfahrung im Projektmanagement. Das folgende Video geht auf die Anforderungen, Schritte und Kosten bis zum zertifizierten PMP ein (Webinar mit Oliver F. Lehmann 4/2014). Zudem finden Sie hier interessante Fragen und Antworten aus dem PMP Webinar.

Die beiden Kategorien der Zulassung zur PMP Prüfung

Kategorie 1 für die Prüfungszulassung

  • Der Kandidat hat zum Zeitpunkt des Antrags einen einem Highschool Degree gleichgestellten Abschluss (in Deutschland die Mittlere Reife).
  • Der Kandidat hat im Zeitraum von 8 Jahren, zurückgerechnet vom Zeitpunkt des Antrags, Erfahrung in Projektmanagement gesammelt.
  • Die Tätigkeit im Projektmanagement beträgt mindestens 60 Monate Erfahrung (7.500 h).
  • Der Kandidat muss mindestens 35 h spezielle Unterweisung in Projektmanagement nachweisen (contact hours of project management education). Diese muss alle 9 Wissensgebiete des PMBOK® Guide umfassen [Hinweis: Diese Anforderung wird mit unserem PMP Seminar erfüllt].

Kategorie 2 für die Prüfungszulassung

  • Der Kandidat hat zum Zeitpunkt des Antrags einen einem Baccalaureate Degree gleichgestellten Abschluss (in Deutschland: Hochschuldiplom oder höher).
  • Der Kandidat hat im Zeitraum von 8 Jahren, zurückgerechnet vom Zeitpunkt des Antrags, Erfahrung in Projektmanagement gesammelt.
  • Die Tätigkeit im Projektmanagement beträgt mindestens 36 Monate Erfahrung (4.500 h).
  • Der Kandidat muss mindestens 35 h spezielle Unterweisung in Projektmanagement nachweisen (contact hours of project management education). Diese muss alle 9 Wissensgebiete des PMBOK® Guide umfassen [Hinweis: Diese Anforderung wird mit unserem PMP Seminar erfüllt].

Die Anforderungen an den Erhalt des PMP Status

Die PMP Zertifizierung ist immer genau 3 Jahre ab Bestehen der Prüfung gültig. Wer beispielsweise am 1. Juni 2018 die Prüfung gemacht hat, der muss bis zum 31. Mai 2021 seine 60 PDUs gesammelt haben, um die Zertifizierung für einen weiteren 3-Jahres-Zeitraum, also bis Ende 2024, verlängert zu bekommen.   

Achtung: TPG übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit der o.g. Angaben, da sich diese ändern können. Bitte sehen Sie im PMP Credential Handbook auf www.pmi.org wegen evtl. Änderungen nochmals nach.


Wichtige Fragen und Antworten zur PMP Zertifizierung

Im Webinar zur PMP® Zertifizierung mit Oliver F. Lehmann wurden am Ende von den Teilnehmern die folgenden Fragen gestellt und von Herrn Lehmann beantwortet:

 

Frage: Was passiert, wenn ein Referenzkunde keine schriftliche Zusammenfassung mit Unterschrift machen will, sondern nur telefonisch das bestätigen möchte (weniger Arbeitsaufwand)?

Antwort: Das wird vom PMI® leider so gefordert (weniger Arbeitsaufwand). Im Grunde muss der Kunde nur die ihm vorgelegte Projektbeschreibung unterschreiben, außerdem wird diese dann in ein Kuvert getan, dessen Lasche der Kunden ebenfalls per Unterschrift versiegelt. Das ist alles.

Wenn es geht (ich weiß, dass das manchmal schwierig ist), ist es das Einfachste, die PDF-Version der Beschreibung (gibt es online zum Download) einfach auszudrucken, bei der Person kurz vorbeizugehen und sich die Unterschrift zu holen, dann die Bestätigung einzukuvertieren, Kuvert unterschreiben zu lassen, und das war’s dann schon.

 

Frage: Werden in diesen 12 Monaten je Prüfung (Wiederholung) die 275,- USD fällig?

Antwort: Falls man es nicht auf Anhieb schafft: Ja.

 

Frage: Die Daten zu Seminaren und PM-Erfahrung beziehen sich auf die letzten 5 Jahre. Können auch ältere Seminare innerhalb dieses Zeitraums, die nicht von PMI zertifizierten Schulungsunternehmen zum Thema PM besucht wurden, anerkannt werden?

Antwort: Die Daten zu Seminaren sind zeitlich unbefristet.

Die Daten zur Erfahrung gehen maximal 8 Jahre zurück. Zu der Anerkennung und Eignung der Inhalte kann ich natürlich nichts sagen, aber grundsätzlich sollten sie akzeptiert sein.

 

Frage: Könnten Sie bitte die Übereinstimmungen und Unterschiede zu anderen Systemen, beispielsweise Prince2, erläutern?

Antwort: Prince2 ist ein Best-Practice-Modell, ein Kochrezept für Projektmanagement. Weitere solche Modelle sind das deutsche V-Modell, Hermes in der Schweiz, Six-Sigma, Scrum und viele mehr. Es handelt sich hier um präskriptive (vorschreibende) Normenwerke. Die jeweiligen Zertifizierungen belegen die Beherrschung dieser Practices.

Der PMBOK® Guide ist dagegen eine deskriptive, also beschreibende Norm, die Methodik, Terminologie etc. vereinheitlicht, ohne aber Vorschriften für die Anwendung im Einzelfall zu machen, und somit die Basis für einheitliches Verständnis unter Professionals sicherstellt. Er beschreibt „good practice for most projects most of the time“.  Die PMP Zertifizierung bestätigt dementsprechend die Professionalität einer Person.

 

Frage: Können die Referenzpersonen eigene Vorgesetzte sein?

Antwort: Das sind meist sogar die besten Referenzpersonen, da sie leicht erreichbar sind.

 

Frage: Wie oft kann die Prüfung wiederholt werden und in welchen Zeitabständen?

Antwort: Sollte man es nicht beim ersten Mal schaffen, darf man es noch zweimal innerhalb von 12 Monaten ab dem Moment der Eligibility (Prüfungszulassung) versuchen. Falls man die Prüfung auch dann nicht schafft, müsste man ein Jahr aussetzen, bevor man es wieder versuchen kann.

Ich habe übrigens im Jahr nur 1 bis 2 Teilnehmer, die mir mitteilen, dass sie die Prüfung nicht auf Anhieb geschafft haben, gegenüber einer dreistelligen Zahl von Seminarteilnehmern. Das ist aber nicht nur meine Leistung, sondern zuallererst die meiner Teilnehmer.

 

Frage: Bitte senden Sie noch einmal den Link von Herrn Lehmann zu den 4000 Testfragen.

www.oliverlehmann.com/pmp-self-test/75-free-questions.htm 

 

Frage: Wie ist denn die Aufschlüsselung der PDU?

Siehe www.pmi.org/en/Certification/ ~/media/PDF/Certifications/pdc_pmphandbook.ashx, S. 42-47

 

Frage: Welche Kosten kommen über die genannten Prüfungsgebühren hinaus noch auf mich zu?

Antwort: Keine weiteren Kosten.

 

Frage: Wie viele persönliche Referenzen werden benötigt?

Antwort: Je Projekt eine. Eine Referenzperson kann aber mehrere Projekte bestätigen.