Welche Projektmanagement-Trends gibt es künftig in Bereichen wie Tools, Organisatorischem, und Ressourcenplanung? In diesem (Anfang 2026 aktualisierten) Artikel werfen wir einen Blick nach vorne auf die kommenden Jahre im agilen, klassischen und hybriden Projektumfeld.
Die Trends gelten aber nicht für alle Branchen und Arten von Projekten in gleicher Weise. Wir führen eigene Erfahrungen mit den Informationen aus öffentlichen Quellen zusammen und leiten daraus die wesentlichen Punkte ab. Auf der Basis dieser Einschätzungen und Prognosen können Sie selbst die passenden Weichenstellungen für Ihre Projektmanagement-Umgebung vornehmen.
Unser Ziel: Sie genießen das gute Gefühl, Ihre Projektwelt wirklich im Griff zu haben.
Diese Themen warten auf Sie:
- Trend 1: Mehr Künstliche Intelligenz im Projektmanagement
- Trend 2: Kommunikation – Reden ist Silber, Verstehen ist Gold
- Trend 3: Das PMO – Vom Sorgenkind zum Standard-Inventar
- Trend 4: Die Rückkehr der Giganten – Großprojekte sind wieder in
- Trend 5: Ressourcenmanagement – Mut zur Lücke statt Erbsenzählerei
- Trend 6: PPM-Software – Die Plattform-Revolution
- Zusammenfassung: Projektmanagement-Trends
- Einige Studien
- FAQs
Los geht’s!
Trend 1: Mehr künstliche Intelligenz im Projektmanagement
Künstliche Intelligenz (KI) ist endgültig im Projektmanagement-Alltag angekommen. Vor wenigen Jahren existierte das Thema in diesem Bereich kaum, doch dann schoss das Interesse rasant in die Höhe. Heute blicken Experten jedoch deutlich realistischer auf die Technologie. Die anfängliche, grenzenlose Euphorie weicht einer sachlichen Bewertung des tatsächlichen Nutzens. KI ist kein magisches Allheilmittel mehr, sondern ein Werkzeug unter vielen.
Zwischen Routine und Science-Fiction
Einfache Routineaufgaben erledigt die KI bereits heute zuverlässig. Sie schreibt Einladungen, fasst lange Meetings zusammen und hilft bei der ersten Strukturierung von Tätigkeiten. Viele User betrachten diese Funktionen bereits als alltäglich und haken den Trend als „erledigt“ ab.
Die wahre Revolution steht uns aber auch im Projektumfeld erst noch bevor:
- der automatisierte Ressourcenausgleich und
- intelligente Simulationen.
Theoretisch könnten Drohnen über eine Baustelle fliegen und per Bilderkennung prüfen, ob das Dach bereits sitzt oder alle Fenster montiert sind. Die Software würde den Projektstatus dann völlig ohne menschliches Zutun aktualisieren. In der Realität brauchen wir für die finale Beurteilung komplexer Ergebnisse aber wohl noch eine ganze Weile den Menschen.
Lesetipp: 9 Schritte zur Auswahl von Projektmanagement-Software (mit PDF-Download)
Wer profitieren will, muss investieren
Professionelle KI-Nutzung im Unternehmen ist kein Gratis-Vergnügen. Kostenlose Tools scheiden für Firmen oft aus, da sensible Projektdaten nicht in öffentliche Netze abfließen dürfen. Wer Datenschutz ernst nimmt, benötigt kostenpflichtige Abonnements oder eigene Sprachmodelle. Da komplexe Abfragen enorme Energie- und Rechenleistung verschlingen, steigen die Kosten pro Nutzer schnell auf 50 Euro oder mehr im Monat.
Ein spannender technologischer Trend ist das sogenannte Model Context Protocol (MCP). Dieses Protokoll erlaubt es Unternehmen, ihre Projektmanagement-Tools mit verschiedenen KIs zu verknüpfen. So vermeiden Firmen die Abhängigkeit von einem einzigen Software-Anbieter und nutzen flexibel die besten verfügbaren Modelle.

Download (PDF): 10 wichtige Erfolgsfaktoren für ein PMO, die Sie kennen sollten
Lesen Sie praktische Tipps und eine umfangreiche Beschreibung von 10 wichtigen Erfolgsfaktoren für ein leistungsfähiges und akzeptiertes PMO.
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Unterstützung im Ressourcenmanagement
Die folgende Grafik zeigt Das Ergebnis einer Webinar-Umfrage im Januar 2026. Unterstützung beim Ressourcenmanagement und Projektplanung liegen vorne.

Besonders im Ressourcenmanagement wünschen sich viele Projektleiter Unterstützung; in Umfragen liegt dieser Wert bei ca. 65 %. Die KI kann hier aktuelle Pläne mit historischen Daten aus tausenden abgeschlossenen Projekten vergleichen. Sie erkennt, ob eine Zeitplanung realistisch ist, oder schlägt basierend auf früheren Erfahrungen passende Experten für ein Team vor.
Moderne Software kann diese Vorschläge heute sogar direkt umsetzen und Zeitpläne bei Konflikten automatisch verschieben.
Unser Tipp: Planen Sie Ihre Ressourcen lieber grob und dafür vollständig, anstatt sich in penibler „Erbsenzählerei“ auf Tagesebene zu verlieren. Wenn Sie sie einsetzen: Ihre KI benötigt eine lückenlose Datenbasis über alle Projekte hinweg, um Ihnen wirklich hilfreiche Vorschläge zu liefern. Setzen Sie auf einen festen Rhythmus bei der Aktualisierung Ihrer Daten, damit Ihre „digitale Assistenz“ nicht mit veralteten Informationen arbeitet.
Trend 2: Kommunikation – Reden ist Silber, Verstehen ist Gold
Kommunikation bleibt der heilige Gral im Projektmanagement. Projekte scheitern selten an der Technik, sondern fast immer an fehlenden Absprachen. Ein wichtiger Trend ist der „Business Acumen“: Wer das geschäftliche Umfeld versteht und die Sprache der Führungskräfte spricht, erzielt nachweislich bessere Ergebnisse und leidet seltener unter Überlastung.

Das Teilen von Wissen durch Kommunikation nimmt zu
Sie kennen es sicher: „Gurus“, die als „Single Source“ wichtiges Wissen für sich behalten, produzieren Engpässe in der Ressourcenplanung.

Verfügen Sie über zu wenige geeignete Personen mit ähnlichem Wissen, die sich gleichzeitig einsetzen lassen, so führt dies zu Ressourcenkonflikten. Je ähnlicher die Fähigkeiten der zur Verfügung stehenden Personen sind, desto einfacher ist es, sie einzuteilen. Konflikte reduzieren sich somit automatisch.
Das funktioniert allerdings nur, wenn das Wissen auch wirklich geteilt wird. Das Problem liegt daher nicht in der eigentlichen Zahl der Personen, sondern in den Engpässen für bestimmte Fähigkeiten.
Allein ist man zwar vorübergehend schneller, gemeinsam kommt man auf Dauer aber weiter. Diese Denkweise ist in agilen Umgebungen völlig normal. Für viele etablierte klassische Organisationsstrukturen ist das beschriebene Umdenken aber eine sehr große Herausforderung.
Diese Entwicklung bezüglich des Teilens von Wissen setzt sich branchenunabhängig immer weiter durch und wird als Projektmanagement-Trend zunehmend von den jüngeren Generationen vorgelebt.
Unser Tipp: Unterstützen Sie die verschiedenen Möglichkeiten der Kommunikation (z.B. durch Chat) und versuchen Sie, das darin gesammelte Wissen möglichst für künftige Projekte nutzbar zu machen (z.B. durch KI-Tools). Und stellen Sie sicher, dass das Wissen wichtiger Expert:innen auf mehrere Köpfe verteilt wird.
Wenn die KI mitschreibt, aber keiner mehr zuhört
Doch Vorsicht vor der „Effizienz-Falle“! Viele Mitarbeitende schwänzen heute große Meeting-Runden und verlassen sich lieber auf KI-Zusammenfassungen. Das spart zwar Zeit, vernichtet aber wertvolle Zwischentöne und das persönliche Engagement. Ohne echte Diskussionen sinkt der Wille, komplizierte Themen wirklich bis zum Ende zu durchdringen. Seit der Pandemie fehlt zudem der informelle Austausch in der Kaffeeküche, was den Aufbau von Einfluss in der Organisation zusätzlich erschwert.
Unser Tipp: Nutzen Sie KI-Protokolle nur als Gedächtnisstütze, nicht als Ersatz für die echte Teilnahme. Suchen Sie aktiv das Gespräch jenseits der offiziellen Agenda. Nur wer persönlich überzeugt und die „Zwischentöne“ wahrnimmt, steuert sein Projekt sicher durch politische Klippen.
Ein passendes Webinar zum Thema Projektmanagement-Trends von Januar 2026.
Trend 3: Das PMO – Vom Sorgenkind zum Standard-Inventar
Früher mussten Experten den Sinn eines Project Management Office (PMO) oft mühsam erklären. Diese Zeiten sind endgültig vorbei! Heute führt kaum ein Unternehmen mehr neue Tools oder Prozesse ein, ohne dass ein PMO am Verhandlungstisch sitzt.
Bei über 50 von 60 unserer Neukunden ist das PMO von der ersten Sekunde an dabei – die Frage nach der Existenzberechtigung stellt sich schlichtweg nicht mehr. „Der Drops ist gelutscht“, wie es heißt.
Anstatt über das „Ob“ zu diskutieren, geht es jetzt nur noch um das „Was“. Das PMO übernimmt die Ausbildung der Teams, pflegt die Methoden und bändigt vor allem das komplexe Multiprojektmanagement. Es hat sich zum unverzichtbaren Motor entwickelt, der Projekte effizienter macht und dafür sorgt, dass strategische Ziele nicht im Chaos versinken.
Immer mehr strategische Aufgaben im PMO
Für die erfolgreiche strategische Kapazitätsplanung sind in dem Zusammenhang eine unternehmensweite Ressourcenübersicht und ein gutes Skill-Management nötig. Geeignete Ressourcen gilt es zu finden oder auszubilden und sie sind künftig noch dynamischer den strategisch bewerteten Projekten zuzuordnen.

Beim Portfoliomanagement ist vom PMO künftig mehr auf den Abbruch von weniger sinnvollen Projekten hinzuwirken. Durch einen gezielten Projektabbruch werden Mitarbeitende rechtzeitig für höher priorisierte Projekte frei.
Der Begriff „fail cheap“ ist nicht neu, in diesem Zusammenhang aber besonders wichtig: Ein Scheitern früh zu erkennen und die Konsequenzen daraus zu ziehen, bevor der Schaden noch größer wird, unterstützt den künftig erforderlichen Kulturwandel für ein erfolgreiches Scheitern von Projekten.
Unser Tipp: Sorgen Sie von oben herab dafür, dass gescheiterte Projekte rechtzeitig erkannt und abgebrochen werden können. Das bedarf eines Kulturwandels im gesamten Unternehmen, der den Projektleitern die Angst vor dem Scheitern nimmt.
PMOs müssen sich künftig auf diese Änderungen einstellen:
- Stärkere Bindung an die Führungsetage / Geschäftsführung
- Nicht nur Standards schaffen und Berichte erstellen
- Mehr Koordination beim Ressourcenmanagement
- Stärkere Einbindung im Portfoliomanagement
- Flexibler Einsatz der PM-Methoden
- Individuelle Beratung und Unterstützung der Projektleitenden bei klassischen, agilen oder hybriden Prozessen und Methoden für den richtigen Mix
- Aus den Lessons Learned sollen Erfahrungen adaptiert und laufend Anpassungen in den PM-Guide übernommen werden
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Trend 4: Die Rückkehr der Giganten – Großprojekte sind wieder in
Die Ära der kleinen, agilen Häppchen bekommt Gesellschaft von echten Schwergewichten. Klassische Großprojekte in den Bereichen Rüstung, Infrastruktur und Energiewende feiern ein massives Comeback. Wir reden hier nicht von simplen To-do-Listen, sondern von multinationalen Giganten mit vernetzten Terminplänen über mehrere Ebenen. Da rein webbasierte Tools bei dieser Komplexität oft kapitulieren, erlebt der bewährte Desktop-Client eine Renaissance.

Interessanterweise wandert die Planungskompetenz zurück an die Front. Reine Planungsabteilungen ohne aktuellen Praxisbezug verlieren an Boden. Heute müssen Projektleiter und Fachexperten gemeinsam schätzen, um sowohl das „Big Picture“ als auch technische Details im Griff zu behalten. Währenddessen verliert das Thema Nachhaltigkeit (ESG) in aktuellen Ausschreibungen überraschend deutlich an Bedeutung.
Unser Tipp: Erschlagen Sie niemanden mit einem Monster-Terminplan aus tausenden Zeilen. Setzen Sie auf Multi-Level-Scheduling: Ein grober Rahmenplan steuert die strategischen Meilensteine, während die Teams ihre Details in operativen Plänen flexibel und eigenverantwortlich pflegen.
Trend 5: Ressourcenmanagement – Mut zur Lücke statt Erbsenzählerei
Die aktuellen Studien und Umfragen zeigen deutlich, dass Ressourcenplanung im Projektmanagement immer wichtiger wird. Hierbei handelt es sich nach landläufiger Meinung um den „schwierigsten Bereich“ im Projektmanagement. Daher haben sich viele Firmen bislang nicht damit beschäftigt.
Dabei ist der Einstieg in eine erfolgreiche Ressourcenplanung gar nicht so schwer. Wichtig ist aber die richtige Vorgehensweise, ausgehend von einer groben Planung, und dass alle Tätigkeiten der Ressourcen auf jeden Fall vollständig erfasst werden. Nur dann kann Ressourcenplanung im Team, Projekt und Unternehmen auf Portfolioebene auch wirklich funktionieren.
Zudem müssen alle Rollen eingebunden sein.

Project Management Office (PMO)
So übernimmt z.B. das PMO immer mehr die Koordination des Ressourcenmanagements neben Teamleitenden und Projektleitenden. Gemeinsam mit den Entscheidenden muss diese zentrale Stelle vorausschauend Kapazitäten mit den geeigneten Fähigkeiten bereitstellen.
Teamleitende
Die Teamleitenden kümmern sich vermehrt um eine permanente Weiterbildung. Wissen kann z.B. durch eine Umschulung des Personals stetig erweitert werden. Ziel sollte es sein, Mitarbeitende langfristig an das Unternehmen zu binden. Ein Ausbau des eigenen Wissens stärkt dabei nicht nur die Bindung an das Unternehmen, sondern sorgt auch für Zufriedenheit der Mitarbeitenden – denn Zufriedenheit wird in Bezug auf den eigenen Job immer wichtiger im schnelllebigen Arbeitnehmermarkt.
Projektleitende
Die Projektleitenden kümmern sich immer mehr um eine Lösungsfindung für klare Ziele und soziale Kompetenzen. Klassischerweise konnte früher mit dem Projektauftrag ein klares Ziel definiert werden. Heutzutage lässt sich dieses allerdings oft nicht komplett definieren, was einen anderen Umgang mit der Thematik erfordert. Zudem steigt durch die stetig wachsende Anzahl von Projekten auch die Verantwortung der Projektleitenden, sich um alles ausreichend zu kümmern.
Teammitglieder
Um all dies zu meistern, ist ein ehrlicher Umgang der Teammitglieder mit Unklarheiten, Unwissenheit und Terminen gefordert (siehe auch „VUCA im Projektmanagement“). Schließlich ist der Hauptgrund für erfolglose Projekte, dass Ziele verfehlt bzw. nicht klar definiert wurden.
Unser Tipp: Gute Ressourcenplanung funktioniert nur gemeinsam – im Zusammenspiel zwischen Projektleitung, Teamleitung, Teammitgliedern und PMO. Schaffen Sie die Voraussetzungen bei Prozessen und Tools.
Die Prozesse zur Ressourcenplanung müssen die Einbindung der Teamleitenden in den Abstimmungsprozess zwischen Projekt und Linie unbedingt berücksichtigen. Nur wenn beide Perspektiven betrachtet werden, entsteht eine vollständige und somit auch belastbare Ressourcenplanung.
Dazu kommen in immer kürzeren Abständen neue Anforderungen für weitere Projekte und künftige Wissensgebiete. Diese sind noch flexibler in der strategischen Kapazitätsplanung zu berücksichtigen.
PMOs und Portfoliomanager wünschen sich daher eine noch bessere Unterstützung bei der variablen Planung von Szenarien. Sie müssen den Prioritäten und Verfügbarkeiten der nächsten Monate und Jahre entsprechend entscheiden, welche Projekte wann neu zu starten sind. Manche müssen auch sehr flexibel Projekte verschieben und sich den neuen äußeren Umständen beugen.
Dafür ist eine grobe, aber vollständige Ressourcenplanung besser als eine präzise Planung in nur manchen Projekten. Der Ansatz „Vollständig und gut genug“ wird immer öfter akzeptiert. Und immer mehr Unternehmen wenden sich im Zusammenhang mit der Ressourcenplanung von Excel ab, weil dieses Tool hier einfach zu unflexibel ist. Spezielle Tools zur Ressourcenplanung sind viel besser geeignet.
Download (PDF): Für jede Rolle die richtige Software zur Ressourcenplanung
Lesen Sie hier die Anforderungen an eine leistungsfähige Ressourcenplanungs-Software für alle beteiligten Rollen im Projektumfeld.
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Unser Tipp: Planen Sie Ihre Ressourcen besser grob und vollständig (alle Linientätigkeiten, Abwesenheiten, Projekttätigkeiten) als detailliert in einigen Projekten, aber insgesamt unvollständig.

Social und Soft Skills für das Projektmanagement der Zukunft
Wenn Sie im Projektumfeld tätig sind, dann sollten Sie noch einige wichtige Hinweise zu Social und Soft Skills berücksichtigen. Damit sind Sie besser für die künftigen Trends im immer komplexeren Projektumfeld und anspruchsvoller werdenden Ressourcenmanagement gerüstet:
- Sehen Sie hinter dem Begriff „Ressourcen“ die Menschen, keine Dinge
- Fördern Sie die Kreativität in der Lösungsfindung
- Erlauben Sie Fehlversuche und kalkulieren Sie diese ein
- Schaffen Sie Vertrauen als Basis für die ehrliche Einschätzung der Umstände und Aufgaben
- Sorgen Sie für weniger Stress in Projekten, verursacht durch Unsicherheiten (ich kenne mich nicht aus, wir werden nicht fertig etc.)
- Schaffen Sie ein Umfeld, in dem sich die Teams wohlfühlen und nicht weglaufen wollen
- Insgesamt geht die Entwicklung immer mehr dahin, dass Projektmanager:innen zu Teamleiter:innen werden (müssen). „You can manage things, but you have to lead people”. Und warum ist das so? Aus Unternehmenssicht gilt in der Zeit knapper werdender Fachkräfte immer mehr: „The most important things are no things”.
Die Umfrage im TPG Webinar in 1/2026 bestätigte die Wichtigkeit der Schmerzpunkte im Ressourcenmanagement: Probleme mit Prozessen, Personalmangel, Skills und Tools sind weit verbreitet.

Download (PDF): Einfachere Ressourcenplanung zwischen Projekt und Linie
Lesen Sie praktische Tipps und eine umfangreiche Beschreibung von 3 wichtigen Erfolgsfaktoren, mit denen Ihre taktische Ressourcenplanung reibungslos klappt.
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Trend 6: PPM-Software – Die Plattform-Revolution
Microsoft stellt Project Online in 2026 ein, was den Markt ordentlich aufmischt. Die Reise führt viele Unternehmen nun zur modernen Power Platform.
Doch wer glaubt, der klassische Project Desktop-Client gehöre zum „alten Eisen“, irrt gewaltig. Bei gigantischen Terminplänen mit über 2.000 Vorgängen bleibt die Desktop-Power ungeschlagen; reine Web-Apps kommen hier schnell ins Schwitzen.
Der Trend geht klar zur hybriden Architektur: Die Daten liegen zentral in einer modernen Cloud-Datenbank, aber Sie planen weiterhin flüssig mit Ihrem gewohnten Desktop-Werkzeug wie z.B. dem beliebten Microsoft Project Desktop Client. TPG ProjectPowerPack bietet hier eine moderne bi-direktionale Integration zwischen den beiden Welten.

Gleichzeitig mutieren PPM-Tools zu echten Alleskönnern. Sie verheiraten klassische GANTT-Charts für die Projektleitung mit agilen Kanban-Boards für die Teams. Auch Change Requests und das Risikomanagement ziehen fest in die Software ein, anstatt in einsamen Excel-Listen zu versauern.
Ein dominantes Thema bleibt die Datensouveränität: Immer mehr Firmen sind bei US-Clouds kritisch und fordern europäische Standorte oder sogar lokale On-Premise-Lösungen, um den Datenzugriff sicher zu kontrollieren. Die Umfrage im Webinar (1/2026) bestätigt dies deutlich.

Unser Tipp: Wahren Sie Ihre Unabhängigkeit! Nutzen Sie moderne Schnittstellen wie das Model Context Protocol (MCP), um Ihre PPM-Software flexibel mit der KI Ihrer Wahl zu verknüpfen. So bestimmen Sie selbst über Ihre Daten und warten nicht ewig auf die Standard-KI-Funktionen Ihres Software-Herstellers.
eBook Download (PDF): „The PPRM Paradise“ – so geht modernes Projekt-, Portfolio & Ressourcenmanagement wirklich problemlos (ein Konzept)
Das sollte eine optimale, moderne und anpassbare Lösung für Projekt-, Portfolio- und Ressourcenmanagement (PPRM) können – Tipps, Nutzen und wichtige Argumente für Ihre Entscheider.
Zusammenfassung: Projektmanagement-Trends
Kurz zusammengefasst zeigen die Projektmanagement-Trends für 2026 eine deutliche Rückkehr zum Realismus.
- Künstliche Intelligenz etabliert sich als Werkzeug, wobei der Fokus auf Kostenkontrolle und dem flexiblen Model Context Protocol (MCP) liegt.
- Menschlich rückt der Business Acumen (Geschäftssinn) ins Zentrum, um den Projekterfolg zu steigern und persönlicher Überlastung entgegenzuwirken.
- Das PMO gilt mittlerweile als unverzichtbarer organisatorischer Standard.
- In der Planung dominieren komplexe Großprojekte.
- Ein grobes, aber vollständiges Ressourcenmanagement wird immer wichtiger und kann auch bereits von KI unterstützt werden, wenn die Daten entsprechend zur Verfügung stehen.
- Technologisch migrieren viele Unternehmen zur Power Platform, fordern jedoch verstärkt Datensouveränität in europäischen Clouds. Effizienz entsteht durch die Kombination von Desktop-Leistung und Cloud-Daten.
Einige Studien
KI-Transformation gelingt nur mit Workforce-Macht – nicht nur Technologie
In der BCG-Studie “AI Transformation Is a Workforce Transformation” zeigt sich klar: Unternehmen schaffen nur dann echten Wert mit KI, wenn sie die Belegschaft aktiv in die Transformation einbeziehen und Rollen, Skills und Arbeitsmodelle neu gestalten – Technologie allein reicht nicht aus.
So integrieren 88 % der Führungskräfte in zukunftsorientierten Unternehmen KI aktiv in Entscheidungen und tägliche Abläufe, verglichen mit nur 25 % bei zurückbleibenden Firmen, was zeigt, wie stark Leadership-Verhalten den Erfolg bestimmt.
Die Studie betont darüber hinaus, dass die größten Hebel für Wertschöpfung Upskilling, Reskilling, klare Kommunikation der Ziele und ein Betriebskonzept sind, das Mensch und KI zusammenbringt – inklusive strukturierter Programme zur Talententwicklung und Rollenbildung, um die Lücke zwischen KI-Einsatz und wirklichem Impact zu schließen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Warum ist professionelle KI im Projektmanagement plötzlich so teuer?
Die Zeiten von „KI for free“ enden dort, wo der Datenschutz beginnt. Um zu verhindern, dass sensible Firmendaten abfließen, benötigen Unternehmen sichere Abonnements oder eigene Sprachmodelle. Da komplexe Abfragen enorme Rechenleistung verschlingen, können die Kosten schnell auf 50 Euro oder mehr pro Nutzer im Monat steigen. Ein Ausweg bietet das neue Model Context Protocol (MCP), das PPM-Tools flexibel mit verschiedenen KIs verbindet und so die Abhängigkeit von teuren Einzellösungen verringert.
Wie detailliert sollte ich meine Ressourcen heute noch planen?
Der Trend geht weg von der „Präzisions-Erbsenzählerei“ auf Tagesebene. Eine grobe, aber vollständige Planung auf Projekt- und Monatsebene ist deutlich nachhaltiger und leichter zu pflegen. Wichtig ist vor allem die Vollständigkeit: Nur wenn auch Linienaufgaben und Urlaube im System stehen, kann eine KI später sinnvolle Vorschläge zum Ressourcenausgleich machen.
Brauchen wir heute wirklich noch ein PMO in der Organisation?
Bei fast allen unseren Neukunden, die heute eine PPM-Lösung einführen möchten, ist ein Project Management Office (PMO) bereits von Anfang an involviert. Die Diskussion hat sich von der Existenzberechtigung hin zur konkreten Rolle verschoben – das PMO wird als unverzichtbarer Standard für die Steuerung von Prozessen, Methoden und komplexen Multiprojekt-Landschaften angesehen.
Unsere Tipps zum Schluss: Abonnieren Sie unseren Projektmanagement Newsletter mit mehr MS Project Tipps, praxisstarken Artikeln, Webinaren, Podcasts, eBooks etc. für ein höheres Reifengrad-Level Ihres Projektmanagements!
Sie wollen Teile des hier Gelernten vertiefen, wichtige Tipps erfahren und Fragen stellen? Dann sind Sie bei uns genau richtig, z.B. beim TPG Change Management Seminar, der PMO Schulung oder dem Ressourcenplanung Seminar.
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Über den AutorJohann Strasser
Nach mehrjähriger Erfahrung als Entwicklungsingenieur im Automotive- und Energiesektor arbeitete Johann Strasser für zehn Jahre als selbständiger Trainer und Berater im Bereich Projektmanagement. In dieser Zeit war er zudem als Projektleiter für Softwareprojekte in der Bauwirtschaft tätig und unterstützte Großbauten im Rahmen von Termin- und Kostenmanagement. Seit 2001 fließt seine Expertise bei TPG in die Produktentwicklung und in die Beratung internationaler Kunden ein. Besonderen Fokus legt er auf die Themen PMO, Projektportfolio, hybrides Projektmanagement und Ressourcenplanung. Sein Wissen gibt er seit vielen Jahren in Form von Vorträgen, Seminaren, Artikeln und Webinaren weiter.
Mehr über Johann Strasser auf Linkedin.
Über den AutorAchim Schmidt-Sibeth
Nach dem Ingenieurstudium in Umwelttechnik sammelte er jahrelang Erfahrung im Projektmanagement bei einem Ingenieurbüro, einem Anlagenhersteller und in einer Multimediaagentur. Seit vielen Jahren ist Achim Schmidt-Sibeth mit seinem Team für Content, Marketing und Kommunikation bei TPG The Project Group verantwortlich.
Mehr über Achim Schmidt-Sibeth auf LinkedIn.












2 Kommentare
Aus meiner Sicht sind drei Trends und Bedürfnisse aus dem Blickwinkel einer F&E-Abteilung im Maschinenbau-Mittelstand besonders wichtig:
1) Vollständige Ressourcenplanung gewünscht – Beschränkung auf das Planen der Engpass-Ressourcen (einschließlich der wesentlichen Zuliefer-Ressourcen zum Engpass) erleichtert die Umsetzung
2) Wer Wissen teilt, kommt weiter – Engpass-Ressourcen mehrfach vorzuhalten bleibt wichtig und zugleich ein besonders schwierig zu erreichendes Ziel, wenn (wie so oft) die bereits überlastete Engpass-Ressource zugleich die einzige Möglichkeit für Einarbeitung und Fortbildung beim Teilen des Wissens ist
5) Mehr Kundenaufträge mit agiler Umsetzung – wenn man agil nicht allzu sehr an das „Agile Manifest“ anbindet, sondern Agilität in der Produktion durch TOC-Anwendung „Theory of Constraints“ bzw. in der Forschung und Entwicklung durch CCPM „Critical Chain Project Management“ anstrebt, dann wird das ursprüngliche Ziel erreichbar.
Das vermeidet die als Trend 6) „Ergebnisoffenheit kann auch Treffsicherheit bedeuten“ formulierte Hilfskonstruktion. Eine solche, ergebnisoffene Arbeitsweise kann ich mir außerhalb von Universitäten nur als ökonomisch unbedeutende Nische vorstellen. Deshalb glaube ich persönlich nicht daran, dass sich Trend 6 längerfristig etablieren wird.
Die Umformung von realen Firmen weg von klassischer Arbeitsweise hin zu „Agilen Teams mit flexiblem Zielen“ zu probieren, halte ich für schwieriger und mit einem höheren Risiko des Scheiterns verbunden, als es ein Wandel zu TOC / CCPM wäre. Die – von einem Physiker entwickelten – Methoden TOC und CCPM akzeptieren die vorgegebene Zieldefinition und lassen sie unverändert. Es werden reale Hürden adressiert, und dadurch kommt man zu agilen Ergebnissen: gleichbleibende Ressourcen beenden in gleicher Zeit erheblich mehr Projekte. Der daraus entstehende ökonomische Nutzen ist innerhalb von Firmen ein weithin akzeptierter Treiber für Veränderungen.
Vielleicht wird ein Trend des kommenden Jahres lauten „TOC und CCPM sind auf dem Vormarsch“ und ein abgeleiteter Trend lautet „Hersteller von Projektmanagement-Tools unterstützen zunehmend die Abbildung der Kritischen Kette mit daraus abgeleiteter Multiprojektplanung“
Hallo!
Ich habe mit großem Interesse Ihren Artikel über die Projektmanagement-Trends gelesen. Es ist immer spannend zu sehen, wie sich die Projektmanagement-Praktiken und -Tools im Laufe der Zeit entwickeln, um den sich ständig verändernden Anforderungen der Projekte gerecht zu werden.
Ich stimme mit Ihrer Einschätzung überein, dass die Digitalisierung und Automatisierung eine immer wichtigere Rolle im Projektmanagement spielen werden. Die Verwendung von KI, Data Analytics und anderen Technologien kann dazu beitragen, die Effizienz und Produktivität in Projekten zu steigern und gleichzeitig die Fehlerquote zu reduzieren.
Ein weiterer Trend, den ich sehr interessant finde, ist die Zunahme der Agilität und Flexibilität in Projektmanagement-Prozessen. Die Agilität ermöglicht es Teams, schneller auf Veränderungen zu reagieren und sich schnell an sich ändernde Anforderungen anzupassen. In der heutigen schnelllebigen Geschäftswelt ist dies ein wichtiger Vorteil, um wettbewerbsfähig zu bleiben.