Fragen zur Änderung der PMP-Prüfung ab 26.03.2018

Prüfung nach PMBOK 6th Edition – das sollten Sie wissen

Zum 26. März 2018 wurde die PMP-Prüfung umgestellt

Die PMP-Prüfung referenziert ab dem 26.03.2018 nicht mehr auf dem PMBOK Guide 5th Edition. Ab diesem Stichtag ist die 6. Ausgabe prüfungsrelevant. Die PMP-Seminare von TPG wurden dementsprechend angepasst.

Lesen Sie hier mehr über die Neuerungen des PMBOK 6th Edition.

Zum 26. März 2018 gab es Änderungen bei der PMP-Prüfung. Vermehrt treten Fragen auf, was ab dann anders sein wird und was nicht. Im Folgenden ein paar Hinweise zur Klärung:

Welches sind die führenden Dokumente für die Vorbereitung und die Prüfung?

Für die PMP-Zertifizierung gibt es zwei Dokumente, die Sie kennen sollten:

  • Die PMP Exam Content Outline. Dieses ist der sogenannte Syllabus, der Inhalt der Prüfung. Hier wird über „Performance Domains“ und „Tasks“ aufgelistet was in der Prüfung vorkommen kann.
  • Der Guide to the Project Management Body of Knowledge (PMBOK® Guide): Dieses Buch ist eine Referenz für die Richtigkeit einer Prüfungsfrage und ihrer Antwort, sowie der Unrichtigkeit der nicht richtigen Antworten. Er ist die mit Abstand wichtigste Referenz, aber nicht die einzige. Der gesamte Body of Knowledge des Projektmanagement (PMBOK) geht über das Buch hinaus. Es gibt also auch Prüfungsfragen, die auf andere Quellen referenzieren.

    Nicht alle in der PMP Exam Content Outline aufgeführten Prüfungsinhalte finden sich übrigens im PMBOK® Guide wieder. Einzelne Prüfungsfragen können daher auch auf andere Quellen referenzieren. Die überwiegende Mehrzahl findet aber ihre Referenz im PMBOK® Guide, und daher sollte man ihn gut kennen.

    Oft wird fälschlicherweise angenommen, dass die PMP Prüfung den PMBOK® Guide abfragt. Es gibt eine begrenzte Anzahl von Prüfungsfragen, die diesen Eindruck tatsächlich machen können. Der eigentliche Inhalt dieser Prüfung sind aber: situative Fragen (z.B. vom Stil: „Sie sind in der Situation XYZ, was machen Sie als nächstes?“), Wissensfragen, Rechenfragen und ähnliche anwendungsnahe Aufgaben.

Dabei muss man bedenken, dass aufgrund der Vielfalt unterschiedlicher Projektsituationen und -aufgaben die Anwendung, von der die Aufgabe spricht, sich nicht immer im Erfahrungsschatz des Prüflings wiederfindet. Man muss sich auch in einem fremde Projektsituationen hineindenken können.

Was ändert sich bei der PMP-Prüfung und was bleibt?

Die PMP Examination Content Outline bleibt unverändert. Eine Überarbeitung wird für ca. 2020 erwartet, basierend auf einer derzeit laufenden Role Delineation Study. Diese versucht, das Berufsbild des Projektmanagers zu aktualisieren und weiter zu präzisieren. Die bisher geltenden Performance Domains und Tasks bleiben also dieselben. Vielleicht noch in 2020 oder erst in 2021 wird diese dann auch prüfungsrelevant. Erst dann werden wir die nächste Änderung an der Prüfung erfahren.

Anders beim PMBOK® Guide:

  • Im September 2017 wurde das Buch von der 5. auf die 6. Edition aktualisiert. Diese Aktualisierung wird sich ab dem 26. März 2018 in der PMP-Prüfung widerspiegeln. Zu den Lösungen für bestimmte Projektaufgaben werden jetzt in begrenztem Umfang auch die zu agilen Methoden mit dabei sein.
  • Viele Begriffe, die bisher im PMBOK® Guide gefehlt haben (z.B. Kick-off Meeting) tauchen dort nun auf, wenn auch leider nicht immer mit der Klarheit, die wünschenswert wäre.


Was sollten Sie bei der PMP-Prüfung beachten?

Worauf Sie achten sollten, wenn Sie die neue Prüfung ab dem 26. März 2018 machen wollen:

  • Vorbereitungsseminare, Literatur und weitere Prüfungshilfen, die Sie nutzen, müssen aktualisiert sein. Ein Vorbereitungsbuch mit Veröffentlichungsdatum vor Herbst 2017 beispielsweise bereitet definitiv auf die falsche Version der Prüfung vor.
  • Kurzfristig werden Sie Ihr Ergebnis vorübergehend nicht sofort nach der Online PMP-Prüfung erfahren. Das PMI wird erste Testergebnisse sammeln und basierend darauf ein Feintuning beim Bewerten des Schwierigkeitsgrades der Fragen und bei der Definition des „Passing Score“ (Ergebnis, das man erreichen muss, um erfolgreich zu sein) machen. Es kann auch sein, dass sich dabei einige der neuen Fragen als ungeeignet herausstellen und aus der Prüfung entfernt werden. Wohl ab Ende April oder Anfang Mai 2018 werden dann die Kandidaten, die noch warten mussten, ihre Ergebnisse erhalten. Ab dann werden Prüflinge wieder wie gehabt schon im Prüfungszentrum erfahren, ob sie die Prüfung bestanden haben.

Ansonsten wird sich an den Voraussetzungen und am Prozess nichts ändern.

Ändert sich der Schwierigkeitsgrad bei der PMP-Prüfung?

Dieser sollte unverändert bleiben. Das PMI ist sehr bemüht, Gerechtigkeit für alle Teilnehmer walten zu lassen. Dafür wird ein komplexes, statistikbasiertes Verfahren unter der Bezeichnung „Modified Angoff“ verwendet. Dieses soll sicherstellen, dass Teilnehmer auch bei unterschiedlichen Prüfungsfragen den gleichen Schwierigkeitsgrad vorfinden.

Dieses Verfahren wird auch angewandt bei der teilweisen Erneuerung der Prüfungsfragen, die ab dem 26. März 2018 wirksam werden. Das ist auch der Grund für den Zeitraum, in dem Teilnehmer ihre Ergebnisse nicht sofort erhalten. Das System wird dann erstmal mit den Daten gefüttert, die es erlauben, den Schwierigkeitsgrad konstant zu halten.

Was schwieriger wird ist der PMBOK® Guide. Dieser wird umfangreicher. Andererseits ist anzunehmen, dass seine größere Abdeckung verschiedener Ansätze, Projektmanagement durchzuführen, auch den Anteil an Fragen senkt, die auf andere Quellen referenzieren. Das würde letztlich das Lernen wieder erleichtern.

Muss ich mich als Inhaber eines PMP Zertifikats nachzertifizieren lassen?

Nein, das müssen Sie nicht. Die bisherigen PMP-Zertifizierungen bleiben gültig. Wer rechtzeitig seine 60 PDUs sammelt und einreicht, dabei die Einschränkungen zu Maximal- und Minimalpunktzahlen und zum Talent Triangle beachtet, bleibt weiter PMP-zertifiziert. Die Änderung betrifft nur neue Personen, die die PMP-Zertifizierung erlangen möchten.

Was ist, wenn ich die Prüfung nicht rechtzeitig zum 26.03.2018 schaffe?
Dann müssen Sie leider die neue Prüfung ablegen.
Ein klassischer Fall: Ein Kandidat oder eine Kandidatin macht die PMP-Prüfung kurz vor der Umstellung am 26. März 2018 anhand der alten Version. Im Falle eines Scheiterns müsste die Prüfung im zweiten Anlauf erneut vorgenommen werden. Dies wird dann aber die neue Prüfung sein, denn ab dem 26. März wird die alte Prüfung nicht mehr angeboten.
Wer also kurz vor der Umstellung die Prüfung ablegen will, hat gute Motivation, das auf Anhieb zu schaffen. Übrigens fährt das Münchener Prometric Testing Center (Messerschmidtstraße, Nähe OEZ) Sonderschichten, damit noch jeder die Chance hat, die alte Prüfung abzulegen.

Oliver F. Lehmann, PMP
Project Management Trainer

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Die Termine in 2018 /2019:

PMP Vorbereitung
23.-27.07.2018 ausgebucht
03.-07.09.2018
ausgebucht
26.-30.11.2018 ausgebucht
11.-15.02.2019
01.-05.04.2019
24.-28.06.2019
26.-30.08.2019
14.-18.10.2019
02.-06.12.2019

Scrum-Grundlagen
03.-05.04.2018 ausgebucht
03.-05.07.2018 ausgebucht

29.-31.10.2018 findet sicher statt
29.-31.01.2019
24.-26.04.2019
02.-04.07.2019
29.-31.10.2019

PMI-ACP Vorbereitung
23.-25.10.2018 findet sicher statt
11.-13.03.2019
10.-12.09.2019
19.-21.11.2019

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