Project Server Migration & SAP Integration bei MAN

Case Study: Vorausschauendes Projektmanagement in F&E

Die MAN Diesel & Turbo SE mit Sitz in Augsburg ist weltweit führender Anbieter von Großdieselmotoren und Turbomaschinen für maritime und stationäre Anwendungen. Das Unternehmen beschäftigt rund 14.000 Mitarbeiter an mehr als 100 internationalen Standorten.

Das Unternehmen entwickelt Zweitakt- und Viertaktmotoren, die in Eigenproduktion oder von Lizenznehmern gefertigt werden und eine Leistung zwischen 450 kW und 87 MW erbringen. Darüber hinaus entwickelt und fertigt MAN Diesel & Turbo Gasturbinen bis 50 MW, Dampfturbinen bis 150 MW sowie Kompressoren mit Volumenströmen bis 1,5 Mio m³/h und Drücken bis 1000 bar. Turbolader, Verstellpropeller, Gasmotoren sowie chemische Reaktoren ergänzen das Produktportfolio. Das Liefer- und Leistungsspektrum von MAN Diesel & Turbo umfasst komplette Schiffsantriebssysteme, Turbomaschinensätze sowohl für die Öl- und Gas- als auch die Prozessindustrie sowie schlüsselfertige Kraftwerke.

Ausgangssituation: neue Anforderungen durch Wachstum 

Durch die strategische Ausrichtung auf den Bau schlüsselfertiger Kraftwerke kam es in der Business Unit Power Plants zu geänderten Anforderungen an die Projektmanagement-Werkzeuge. Die höhere Komplexität der Projekte sowie der Multiprojektumgebung konnte mit den bisher genutzten Werkzeugen SAP PS und Microsoft Project nicht mehr abgebildet werden.

Speziell das Fehlen einer einheitlichen Planungsdatenbasis innerhalb der Multiprojektumgebung sowie dezentraler, nicht am Projekt ausgerichteter Ressourcen- und Kapazitätsplanung wurden als Schwachpunkte identifiziert. Managemententscheidungen in Konfliktsituationen zwischen den einzelnen Projekten mussten aufgrund der fehlenden Informationen oft subjektiv erfolgen.

Lösung: Microsoft Project Server im ganzen Abwicklungsprozess

Deshalb entschloss sich MAN Diesel & Turbo, den Microsoft Project Server einzuführen, um eine entsprechende Verbesserung zu erzielen. Mit Hilfe dieser zentralen Projektmanagement-Software sollte durch die vereinheitlichte Planung der Projekte eine Planungsdatenbasis erzeugt werden. Desweiteren können mit den Standardfunktionen des Servers eine zentrale Ressourcen- und Kapazitätsplanung umgesetzt werden. Durch Aufbereitung der so gewonnenen Informationen in entsprechenden Reports sollen bewusste Entscheidungen innerhalb der Einzelprojekte, aber auch in der Multiprojektumgebung gefördert werden.

Automatische Datensynchronisation mit SAP

Bereits ab dem Jahr 2005 sammelte das damals noch unter MAN Diesel firmierenden Unternehmen erste Erfahrungen mit dem Project Server sowie der Zusammenarbeit mit TPG The Project Group und deren Produkten. Hauptgründe für die Entscheidung wieder mit TPG zusammen zu arbeiten, waren die sehr guten Erfahrungen in den bisherigen Projekten, die jahrelange Expertise des Full-Service Providers in Sachen Beratung und Implementierung des Microsoft Project Servers sowie die TPG Produkte zu Microsoft Project.

Über das Schnittstellen-Produkt TPG PSLink sollten Projektdaten zwischen SAP und Microsoft Project Server ausgetauscht werden. Die Projekte sollten dabei weiterhin mit allen nötigen Kennziffern in SAP angelegt und anschließend im Hintergrund in den Microsoft Project Server übertragen werden.

Nach einem Upgrade auf MS Project Server 2010 ist jetzt als erster Schritt das Herunterladen der Projekte aus SAP in den Microsoft Project Server etabliert. Nachdem der Import der bestellrelevanten SAP Daten in den Project Server erfolgt ist, wird dieser um die rückmelderelevanten Vorgänge erweitert und Ressourceninformationen werden ergänzt. Nun können die Mitarbeiter ihre Ist-Stunden im Microsoft Project Server erfassen. Das Schnittstellenprodukt TPG PSLink sorgt für die automatische Synchronisation der erfassten Zeiten nach SAP CATS.

Durch diese Integration ist jetzt der Projektfortschritt leichter nachzuvollziehen. Das einfache Vergleichen von Soll- und Ist-Zeiten sowie des Soll- und Ist-Fortschritts lässt über Projektgrenzen hinweg schnell erkennen, wie der Status der einzelnen Projekte ist. Zudem wird sichtbar, wo die meiste Arbeit anfällt und welche Mitarbeiter überlastet sind. So können der Projekt- bzw. Abteilungsleiter zeitnah reagieren, drohende Engpässe umgehen und besser für die Zukunft planen.

„Die Zusammenarbeit mit TPG im Rahmen dieses Projekts lief reibungslos. Bei Problemen im Zuge des Roll-Outs wurde schnell, unbürokratisch und lösungsorientiert unterstützt. Durch Einführen des Microsoft Project Servers und des Schnittstellenprodukts TPG PSLink wurde eine Grundlage für modernes Multiprojekt- und Ressourcenmanagement geschaffen“, sagt Manuel Sachs, Leiter Projektplanung der Business Unit Power Plants bei MAN Diesel & Turbo.

Erfolgreicher Roll-Out

Nach der erfolgreichen Pilotphase, die TPG The Project Group in vollem Umfang unterstützte, wurde das System produktiv gesetzt. Derzeit werden rund 80 Projekte gleichzeitig abgewickelt mit ungefähr 50.000 Ist-Stunden pro Monat. Diverse Erweiterungen sind in der Planung, um die Akzeptanz des Werkzeugs zu steigern und die aktuelle Datenqualität weiter zu verbessern.

Logo MAN Diesel Turbo

Branche: 

- Maschinenbau

Abteilung: 

- Anlagenbau
- F&E

Lösungskomponenten:

> Microsoft Project Server
> TPG PSLink (SAP Integration)
> TPG ResourceLink (Integration)

„Die Zusammenarbeit mit TPG lief reibungslos. Bei Problemen im Zuge des Roll-Outs wurde schnell, unbürokratisch und lösungsorientiert unterstützt.

Durch Einführen des Microsoft Project Servers und des Schnittstellenprodukts TPG PSLink wurde eine Grundlage für modernes Multiprojekt- und Ressourcenmanagement geschaffen.“
Manuel Sachs, Leiter Projektplanung BU Power Plants, MAN Diesel & Turbo