Die richtige Hardware für Microsoft EPM 2010

Technische Tipps und Informationen 

Ein Microsoft EPM System besteht aus einem SQL Datenbank Server (Version 2005, 2008 oder 2008 R2) sowie einem Applikationsserver, auf dem die Anwendungsebene des Microsoft Project Server 2010 betrieben wird.

Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, das EPM System auf virtuellen Servern zu betreiben. Je nach Anzahl der Endanwender und welche Anforderungen an die Ausfallsicherheit und Performance gestellt werden, gibt es diverse Architekturszenarien. Hierzu beraten Sie die Experten von TPG gerne individuell.

Folgend gehen wir vom sogenannten „zwei Server Szenario“ aus, das ca. 80% der Anforderungsfälle abdeckt. Abhängig von der Leistungsfähigkeit der Server können damit schon bis zu 1000 User problemlos auf dem System arbeiten.


1. Anforderungen an die Hardware als Virtuals

Physikalische Server oder Virtuals können für das Microsoft EPM System verwendet werden. Die Performance ist bei Virtuals aber stark von den Hostsystemen abhängig. Auch eine Mischarchitektur ist denkbar. So kann die Anwendungsschicht des EPM Systems beispielsweise auf einem Virtual untergebracht sein und der Datenbankteil auf einem leistungsstarken hardwarebasierten Server.


1.1. Anforderungen an die Hardware als Physical Box

1.1.1) Produktivsystem bis 1000 Anwender
Aus unserer Erfahrung heraus empfehlen wir für ein leistungsstarkes Microsoft EPM Produktivsystem als Physical Box folgende Hardware:

Funktion   

Hardware   

Prozessor   

RAM   

Harddisk

Applikations
Server

HP DL 380
G6/G7

2 x Quadcore
2 GHz

16 GB

146 GB

Datenbank
Server

HP DL 380
G6/G7

2 x Quadcore
2 GHz

32 GB

146 GB + SAN

1.1.2. Produktivsystem bis 200 Anwender
Für ein Produktivsystem mit geringen bis mittleren Anforderungen empfehlen wir folgende Ausstattung:

Funktion

Hardware   

Prozessor   

RAM   

Harddisk

Applikations
Server

virtuell   

Dual Core

8 GB

80 GB

Datenbank
Server

virtuell   

Dual Core

16 GB

80+ 160 GB

Host für
Virtuelle
Systeme

HP DL 380
G6

2 x Quadcore
3GHz

32 GB

2 TB

1.1.3. Test- und Integrationssystem (optional)
Die für Test- und Integrationssystem benötigte Hardware hängt von den Anforderungen ab. Prinzipiell sollte man sich aber an den beiden vorherigen Empfehlungen für die Produktivsysteme orientieren.


2. Skalierbarkeit

Bei Microsoft EPM 2010 bietet die Skalierbarkeit, wie auch bereits bei den Versionen zuvor, keinen Anlass zur Sorge. Das System kann parallel zu den jeweiligen Anforderungen mitwachsen. Künftige Anforderungen an die Ausfallsicherheit und Hochverfügbarkeit des Systems stellen kein Hindernis dar. So ist beispielsweise ein Hinzufügen eines zweiten Applikations Servers zu einem Load Balanced Cluster jeder Zeit möglich.

Weiterlesen: Schrittweises Einführen von Microsoft EPM 2010