Änderungen bei der PMP-Zertifizierung
Die PDU Kategorien und Testfragen ab 2011
Neues für PDU-Sammler
PDUs sind Punkte, die eine PMP-zertifizierte Person sammeln muss, um ihren Status aufrechtzuerhalten. Über einen Zeitraum von 3 Jahren sind 60 PDUs zu sammeln.
Die Regelungen zu Maßnahmen, die PDU-würdig sind, werden ab 1. März 2011 teilweise geändert. Dabei wurden sie übersichtlicher strukturiert (6 statt bisher 18 Kategorien). Außerdem werden Web-2.0-Maßnahmen wie Webinars und Online-Trainings künftig stärker berücksichtigt.
Die Maßnahmen künftig in zwei Bereiche unterteilt:
- Education PDU Categories
- Giving Back to the Profession PDU Categories
Bisher konnte man seinen Status allein mit Maßnahmen aufrechterhalten, die künftig dem Bereich „Giving Back to the Profession“ zugeordnet werden. Nach den neuen Regelungen sind die damit erreichbaren PDUs auf 45 begrenzt, man muss also mindestens 15 weitere PDUs im Bereich Education sammeln.
Struktur der PDU Kategorien (gültig ab 1. März 2011)
Die neue PMP Examination Content Outline 2010
Vielen, die sich mit der PMP-Vorbereitung befassen, ist nicht bekannt, dass die PMP-Prüfung eigentlich nicht auf dem PMBOK® Guide basiert, sondern auf der PMP Examination Specification von 2005. Dieses Dokument wurde im Gefolge einer Role Delineation Study – einer Befragung zu den typischen Aufgaben von Projektmanagern und den an sie gestellten Anforderungen – entwickelt. Hierbei wurde im Rahmen einer großen Befragung festgestellt, welches Wissen und welche Fähigkeiten von Projektmanagern verlangt werden.
Der PMBOK® Guide dient zusammen mit weiteren Büchern, auf die über die E-Reads and References auf pmi.org zugegriffen werden kann, als Referenzquelle zur Bestätigung der Richtigkeit und Relevanz der Prüfungsfragen für Projektmanagement.
Das PMI hat nun ein Nachfolgedokument veröffentlicht, mit der Bezeichnung PMP Examination Content Outline 2010. Dieses Dokument wird der Leitfaden, nach dem Prüfungsfragen geschrieben werden, die ab dem 31. August 2011 im Test zum Einsatz kommen.
Beim PMI rechnet man damit, dass ca. 30% der Fragen umgeschrieben werden müssen.
Neu ist zum Beispiel, dass beim Initiieren des Projekts Kenntnisse im Bereich „Business Case Development" abgefragt werden können. Ebenfalls neu hinzugekommen – und damit eine wichtige Lücke in der älteren PMP Examination Specification schließend – ist die Übergabe der Deliverables, der Ergebnisse des Projekts, an die künftigen Eigner, sprich Kunde, Fachabteilung, Produktmanagement oder andere Stakeholders.
Die neue PMP Examination Content Outline grenzt nun auch schärfer zwischen den geprüften Performance Domains ab, z.B. was noch zu "Initiieren" und was schon zu "Planen" gehört.
Interessant ist auch eine Gegenüberstellung der Anteile der Performance-Domains an den Prüfungsfragen (siehe Tabelle):
„Professional and Social Responsibility“ enthält Fragen zum Thema Ethik, kulturübergreifendem Projektmanagement und zur Weiterentwicklung der eigenen Person und anderer. Während dies bislang eine eigenständige Performance Domain ist, wird sie künftig als Teil der anderen Performance Domains betrachtet.
Die Frage, die an der PMP-Zertifizierung Interessierte wohl am meisten bewegt:
Wird die Prüfung schwieriger? Oder einfacher?
Schwer vorherzusagen. Der Stoffumfang, den sich ein Prüfungskandidat aneignen muss, wird jedenfalls nicht kleiner werden.
PMP Examination Content Outline 2010 (gültig ab 31. August 2011)
(Text und Grafik Stand 12/2010: veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung von Oliver F. Lehmann, PMP)





